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Was ist ein QR-Code?

Ein QR-Code ist ein quadratischer Barcode, den ein Smartphone in Sekundenbruchteilen lesen kann. Dieser Ratgeber erklärt, wofür QR steht, wie die schwarzen und weißen Quadrate Daten speichern, wie viel in einen Code passt, warum statische Codes nie ablaufen und wie Sie QR-Codes sicher scannen.

QR-Code Bedeutung: Wofür steht QR?

QR steht für Quick Response („schnelle Antwort“). Der QR-Code wurde 1994 von Masahiro Hara bei Denso Wave entwickelt, einem Unternehmen der Toyota-Gruppe, um Autoteile in der Produktion zu verfolgen – er musste viel schneller als die damaligen Barcodes und aus jeder Richtung lesbar sein. Anders als ein klassischer Barcode, der Daten nur in einer Richtung speichert, ist ein QR-Code ein zweidimensionaler Matrixcode. Er ist als ISO/IEC 18004 standardisiert.

Wie funktioniert ein QR-Code?

Jeder QR-Code ist ein Raster aus kleinen Quadraten, den Modulen; jedes dunkle oder helle Modul entspricht einem Bit. Neben den Daten enthält das Raster feste Muster, die dem Scanner helfen:

Es gibt 40 Versionen: Version 1 hat 21 × 21 Module, jede weitere Version fügt 4 Module pro Seite hinzu – bis zu 177 × 177 bei Version 40. Eine Maske – eines von acht Mustern – wird auf die Daten angewendet, damit keine großen einfarbigen Flächen den Scanner verwirren.

QR-Code Fehlerkorrektur: L, M, Q und H

QR-Codes nutzen die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur, sodass ein Code auch dann noch lesbar ist, wenn er teilweise verschmutzt, beschädigt oder von einem Logo verdeckt ist. Die Stufe wird beim Erstellen des Codes festgelegt:

StufeStellt etwa wieder herTypische Verwendung
L (niedrig)7 % der CodewörterSaubere Umgebungen, die meisten Daten im kleinsten Code
M (mittel)15 %Die übliche Wahl für Druck und Bildschirm
Q (Quartil)25 %Industrieetiketten, Einsatz im Freien
H (hoch)30 %Codes mit Logo oder starker Abnutzung

Eine höhere Stufe braucht für denselben Inhalt mehr Module – der Code wird also dichter oder größer.

Wie viel passt in einen QR-Code?

Die Kapazität hängt von der Version, der Fehlerkorrekturstufe und der Art der Daten ab. Der größte Code, Version 40, fasst:

DatenStufe LStufe H
Nur Ziffern7.0893.057
Großbuchstaben, Ziffern, $%*+-./: und Leerzeichen4.2961.852
Bytes (beliebiger Text als UTF-8)2.9531.273
Kanji-Zeichen1.817784

In deutschem Text belegt ein Zeichen meist ein Byte; Umlaute und ß belegen zwei Bytes, Emojis vier. In der Praxis gilt: je kürzer, desto besser. Ein Link mit 100 Zeichen passt bei Stufe M in einen Code der Version 6 (41 × 41 Module) und lässt sich leicht scannen, während ein Code nahe dem Maximum mit dem Smartphone kaum lesbar ist.

Statische vs. dynamische QR-Codes

Ein statischer QR-Code enthält den Inhalt selbst – den Link, das WLAN-Passwort oder die Kontaktdaten. Er braucht keinen Server, läuft daher nie ab, kann nicht abgeschaltet werden und funktioniert, solange der Inhalt gültig ist. Ein dynamischer QR-Code enthält nur einen Kurzlink zum Server eines Anbieters, der auf das eigentliche Ziel weiterleitet. So lassen sich das Ziel ändern und Scans zählen, aber jeder Scan hängt vom Anbieter ab: Endet das Abo oder schließt das Unternehmen, funktioniert der Code nicht mehr. Codes, die nach einer kostenlosen Testphase „abgelaufen“ sind, sind fast immer dynamische Codes.

QR-Code scannen: So geht’s

QR-Code Sicherheit: So schützen Sie sich vor „Quishing“

Ein QR-Code ist nur Text, doch der enthaltene Link kann auf eine gefälschte Website führen. Beim Phishing mit QR-Codes – „Quishing“ – kommen Aufkleber auf Parkautomaten und Ladesäulen, gefälschte Strafzettel oder E-Mails zum Einsatz, die dazu drängen, dringend einen Code zu scannen.

Wofür QR-Codes verwendet werden

Häufig gestellte Fragen

Laufen QR-Codes ab?

Statische QR-Codes laufen nie ab, weil der Inhalt im Code selbst gespeichert ist. Dynamische Codes von Abo-Diensten funktionieren nicht mehr, sobald der Dienst beendet wird.

Kann ein QR-Code einen Virus enthalten?

Ein QR-Code enthält nur Text, etwa einen Link. Er kann selbst nichts ausführen, aber der Link kann auf eine Phishing-Seite oder zu einem schädlichen Download führen – prüfen Sie daher die Adresse, bevor Sie sie öffnen.

Darf man QR-Codes kostenlos nutzen?

Ja. Denso Wave, der Erfinder des QR-Codes, macht seine Patentrechte nicht geltend, und das Format ist ein offener ISO-Standard. „QR Code“ ist eine eingetragene Marke der DENSO WAVE INCORPORATED.

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